History

Ein Blick zurück

Die Vereinsgeschichte
Gründungsjahr 1961

Im Jahr 1959 begannen einige Sportbegeisterte des "Bundesministeriums für Landesverteidigung" mit dem Fussball und wann immer es möglich war dem runden Leder nachzujagen. Zwei Jahre lang wurden unter dem Namen "FC Landesverteidigung" Freundschaftliche Begegnungen ausgetragen.

Diese Männer der "ersten Stunden" waren:
Ostv Gerhard MÜLLER, VB Walter STOIK, VB Anton BÖHM, VB Franz PARTSCH, Stwm Karl CZOCHOLAR

Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen dass diese ambitionierte Freizeitsportler den Grundstein für die Gründung der Sektion Fussball des HSV-Wien legten.

Schon zu Beginn des Jahres 1961 versuchte der damalige Präsident des HSV Wien ObstltdG Leopold GRABARITSCH eine Fussballsektion zu gründen. Er wandte sich an den
"FC Landesverteidigung" um von dort die nötige Unterstützung zu erhalten. Gerhard MÜLLER und
Walter STOIK erklärten sich bereit, die nötigen Schritte zur Sektionsgründung einzuleiten.

Im April 1961 war es soweit: Der HSV-WIEN hatte seine Fußballsektion. Damals konnte noch niemand ahnen daß sich die Sektion Fußball so „heraus mausern“ würde, denn der Gründung war mehr Ärger vorausgegangen als es eigentlich einer solchen Sache dienlich sein könnte.
Man kann sich vorstellen wie schwer es war 15 Fußballer von ihren Vereinen bzw. Verbänden frei zu bekommen, um sie für den
HSV-WIEN beim WFV anmelden zu können.

Mühsam gestaltete es sich auch, mit den wenigen Mitteln die zu Verfügung standen, Dressen, Fußballschuhe und Bälle anzukaufen oder einen Fußballplatz zu mieten, auf dem der HSV-WIEN seine Heimspiele austragen konnte. Der eigene
Sportplatz am Fasangarten der MTK war für
mehrere Jahre wegen Generalsanierung
gesperrt.

Es sah also damals nicht besonders gut aus. Doch der damalige Sektionsleiter Walter STOIK, schaffte es mit seiner Gabe andere zu überzeugen und auch schon mal überreden zu können, Schritt für Schritt der Sektion Fußball jene Geltung zu verschaffen um über alle Anfangsprobleme hinweg zu kommen.

Den Grundstein für das sportliche Ansehen des HSV-WIEN legten die Fußballer, deren Namen vielleicht einigen noch in Erinnerung geblieben sind:

Walter WESTERMAYER, Pepi GRUBER, Peter SCHMUTZENHOFER, Fritz SCHELMBAUER, Gigi LANG, Harry EHRINGER, Poldi GARTLER, Adi HAIDER, Walter KASTL, Karl HAGENAUER, Riki DANNER, Franz GSELLMANN, Hans WUSTINGER, Peter STUMBERGER, Peter SLEZAK
und die Gebrüder BUGOVSKY.

Sie waren der Stamm einer Mannschaft, die von Meisterschaftsbeginn im September 1961 (in der 4. Klasse des WFV) für einige Jahre den Stil des HSVprägte. Die ersten Jahre waren hart (in jeder Beziehung). Es fehlten nicht nur die nötigen Geldmittel, sondern wie oben erwähnt
auch ein Fußballplatz. So musste der HSV-WIEN gezwungenermaßen ein „Wanderdasein“ führen. Es konnte nur dort gespielt werden wo gerade ein Platz frei war. An ein geregeltes Training war daher überhaupt nicht zu denken.

Es kam daher umso überraschender dass der HSV-WIEN schon nach zwei Jahren den Aufstieg in die 3. Klasse des WFV schaffte.

Beständigkeit, wie sie der HSV-WIEN seit Jahr und Tag suchte, fand er erst, als er im Juni 1966 sein Domizil auf der wunderschön renovierten Sportanlage in der MTK aufschlagen konnte.

Ebenfalls 1966 konnte außerdem mit Adi KÖSTENBERGER dem späteren SK RAPID Nachwuchs-Cheftrainer, ein Spielertrainer verpflichtet werden, wie ihn der HSV-WIEN bisher noch nicht hatte.

Jetzt erst konnte sich die HSV-Mannschaft langsam entwickeln. Ohne Hast und Zwang wuchs die Mannschaft. Es wurde geduldig gewartet, bis alle Spielerpositionen nahezu gleich stark besetzt waren. Wer waren nun diese Zugänge die dem HSV-WIEN ein neues Gesicht gaben:

Horst BENKO, Peter RUBER, Toni ZEHETMAYR, Sveto ADAMOVIC, Helmut GRIESSLER, Wolfgang RIBITSCH, Gerd VLASAK, Herbert STIEGLITZ, Heinz NEUMAYER, Herbert RESCH, Herbert CLUPEK, Edi WINDWARTER, Peter SUMPICH, Heinz MARIK, Sepp PARETHER, Herbert JUNG, Reinhold PIRKER, sowie Adi MOSCH und „Old Boy“ Karl GAUBITZER.

Heute noch erinnert man sich gerne an diese sogenannte „KÖSTENBERGER-ÄRA“.

Das Jahr 1968 brachte dann eine Wende in der noch jungen Vereinsgeschichte. Bei der NeuwahldesVorstandes der Sektion Fußball, am 30. Jänner 1968, wurde Hptm Hans-Jürgen STEINER zum Sektionsleiter gewählt. Ferner übernahm Vzlt Walter WESTERMAYER das Amt
des sportlichen Leiters.

Doch diese Zusammensetzung sollte nicht lange halten. Hptm STEINER konnte aufgrund seines Medizinstudiums die Agenden des Sektionsleiters nur mehr sporadisch ausüben und stellte daher seine Funktion zur Verfügung.

Am 4. März 1969 wurde Vzlt Walter WESTERMAYER zum neuen Sektionsleiter gewählt. Im neuen Vereinsvorstand standen ihm zu Seite:

Kntlr Adolf MOSCH und Vzlt Helmut GRIESSLER.

Dieses Triumvirat führte fast ein Jahrzehnt mit viel Geschick die Sektion.

In diese Zeit (1969) fielen viele wichtige Ereignisse: So der Aufstieg in die 1.Klasse des WVF sowie die Erringung zweier Meistertitel mit der Reserve.

Weiters die Einführung und Abhaltung von Trainingslagern einmal im Jahr, die Durchführung von verschiedenen Gesellschaftsabenden, die Ausweitung des internationalen Spielverkehrs, sowie die ständige Erneuerung des Spielerkaders durch kluge Spielereinkäufe.

So wurden in dieser Zeit so ausgezeichnete Spieler erworben wie:

Albert WIMMER, Ernst NEMETSCHEK, Peter AMESMANN, Hans PINTERICH, Wolfgang STIGLITZ, Gerhard HAUSER, Walter ZRUST, Walter LASSNIG, Günter ALLESCH, Walter KOMENDA, Josef SCHWAGER, Rudolf BEDNAR, Gerhard LANGER und Hans NESSL.

In diese Epoche fällt auch die Gründung einer Knaben- und Schülermannschaft.

Eigentlich ist es nicht zu fassen, dass erst nach fast fünfzehn Jahren der HSV-WIEN die Möglichkeit ins Auge gefasst hat, systematisch Jugendarbeit, auch im Hinblick auf die Verwertbarkeit des eigenen Nachwuchses für die Kampfmannschaft. Aber das lässt sich leicht aufgrund finanzieller, organisatorischer und personeller Probleme beantworten.

Die nächste Änderung in der Vereinsführung erfuhr die Sektion im Oktober 1978:

Vzlt Helmut GRIESSLER schied auf eigenes Verlangen aus dem Vorstand aus und der tragische Tod des allseits beliebten Adi MOSCH hinterließ eine große Lücke im Vereinsgetriebe. So war nun Vzlt Walter WESTERMAYER plötzlich auf sich allein gestellt.

Er erkannte sofort, dass ein Einzelkämpfer nur wenige Chancen hat, sondern es nötig ist, Mitarbeiter zu haben. Und so ein Mitarbeiter war damals Vzlt Werner BUGOVSKY.

Die wichtigsten Ereignisse in dieser Periode:

Der Aufstieg in die Unterliga,

die Gründung einer Damengymnastik-Riege unter der Leitung von Frau Monika WEBER

sowie der Zugang von neuen, guten Spielern:

Karl HANSL, Hans ZEDNIK, Peter KALTENBRUNNER, Bernd THOMANETZ, Gilles DIETRICH, Peter DURAS, Albert STRAKA, Dr. Rudolf LANDERL, Helmut PULZ, Karl SCHINDLER, Michael KALTENBERGER, Rudolf PRISTACH, Kurt BEER, Andreas HAUSER, Heinz KOZA, Alfred und Franz GALLINA;

Vzlt Walter WESTERMAYER hat es verstanden, aus dem vorhandenen Spieler-Material eine wirklich gute Mannschaft zu formen. Unter seiner Führung hat der HSV-WIEN die Bahn, die zum Erfolg führt, gefunden.

Im Jahre 1985 legte Vzlt Walter WESTERMAYER seine Funktion als Sektionsleiter auf eigenen Wunsch zurück und Hr. Hans KOWATSCHübernahm diese.
In diesem Jahr übernahm Hr. Bertram KAINZ die Führung des Nachwuchsbetriebes.

Seit 1984 arbeiteten sich unsere Nachwuchsmannschaften nach oben. Anfangs in der E-Liga schafften sie den Durchmarsch bis in die B-Liga.

Im Dezember 1991 wurde Hr. Bertram KAINZ zum neuen Sektionsleiter ernannt.

In den folgenden Jahren kam es zum großen Umbau in der Mannschaft. Viele der bereits in die Jahre gekommenen Spieler beendeten Ihre sportliche Karriere, und es folgten Ihnen viele Junge Talente (zum großen Teil aus dem eigenen Nachwuchsbereich). Leider beendeten die meisten der älteren Vereinsangehörigen nicht nur Ihre sportliche Tätigkeit sondern konnten auch in keiner anderen Funktion bei der Sektion gehalten werden.

Durch den zu raschen Umbau von alt auf jung, und trotz immensen Einsatzes der jungen Spieler folgten in den darauffolgenden Jahren einige nicht dem Niveau des Vereines entsprechende Platzierungen. Aber nicht nur sportlich ging es bergab sondern auch in personeller Hinsicht.

Einige Nachwuchsbetreuer und Funktionäre verließen den Verein, und so stand der Sektionsleiter Bertram KAINZ vor dem Problem wie es nun denn weitergehen sollte. Mit der Auflösung des Nachwuchsbetriebes konnte er nur eine kurzfristige Besserung der Lage herbeiführen.

Da Herr KAINZ sich nicht mehr in der Lage sah die Sektion allein weiterzuführen, entschloss er sich, eine Spielgemeinschaft mit dem ASK-LIESING einzugehen, einem 100 Jahre alten Traditionsverein aus Liesing.

Dieser Verein hatte ebenso vor allem mit personellen Problemen zu kämpfen und war daher auch sofort für diese Art der Zusammenarbeit zu gewinnen.

Der Name dieser Spielgemeinschaft lautet daher seit dem Jahr 1996: HSV-LIESING.

Fast gleichzeitig mit Gründung dieser Spielgemeinschaft trat Hr. KAINZ auf eigenen Wunsch als Sektionsleiter zurück und sein Nachfolger im Herbst 1996 wurde Vzlt Kurt BEER.

Obwohl durch den Zusammenschluss die besten Spieler der beiden Vereine vereint wurden, fehlte es im ersten Jahr leider noch an der Harmonie und am notwendigen blinden Verständnis innerhalb der Mannschaft.

Und so stieg der HSV-LIESING leider unglücklich (punktegleich aber schlechteres Torverhältnis) in die 2. Klasse A des WFV ab.

Seither wächst die Mannschaft immer mehr zusammen und die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühlwerden von Woche zu Woche und von Spiel zu Spiel besser.

Jetzt gilt es unsere ganze Kraft dafür einzusetzen um unser großes Ziel, den Wiederaufstieg in die 1. Klasse A des WFV so rasch als möglich zu realisieren.

Ein anderes Ziel wurde bereits erreicht: Wir sind wieder eine große Familie bei der jeder für jeden da ist, und auch abseits der sportlichen Aktivitäten sehr viel gemeinsam unternommen wird.

Seit der Saison 2000/2001 können wir Gott sei Dank unsere Heimspiele auf unserer alten Wirkungsstätte am Fasangarten der MTK austragen und die Spielgemeinschaft mit ASK-LIESING wurde beendet.

Seit dem Jahr 2008 findet jedes Jahr am Wochenende nach dem letzten Meisterschaftsspiel das Saisonabschlussfest mit einem Kleinfeldturnier, Musik, Speis und Trank statt.

2008 wurden engagierte und hochmotivierte Mitarbeiter die dem Verein schon lange verbunden sind in die Vereinsführung integriert:
Roman DE NICOLAIS (Co-Trainer) und Herbert BEER (Webadministrator/Öffentlichkeitsarbeit)

Ebenfalls zu großem Dank ist der Verein folgenden Personen verpflichtet, die zum "Überleben" der Sektion beitragen:
Karl KMENT (Sektionsleiter-Stv.), Drazen JAMBROVIC (Trainer Kampfmannschaft), deren Einsatz für den Verein über dass normale Maß weit hinausgeht.

Dem Trend der Zeit folgend wurde eine Internetpräsenz eingerichtet die das aktelle Vereinsgeschehen in Wort und Bild festhält. Nicht unerwähnt sollte auch bleiben dass seit etwa 2007 der Kantinenbetrieb an Spieltagen gewährleistet ist.

Infrastrukturmäßig konnten wir 2010 große Erfolge verbuchen:
Dank Herrn Ernst OLSINA und Herrn Kurt BEER sen. wurden die seit einiger Zeit (aus Sicherheitsgründen) demontierten Ersatzbänke gegen selbst geplante und aufgebaute getauscht.

Ferner wurden ebenfalls im Jahre 2010 dank der Unterstützung des Österreichischen Bundesheeres die Bänke der Zuschauertribüne erneuert.

Seit 2008 findet nach Saisonende ein Saisonabschlussfest mit Kleinfeldturnier statt. Ebenfalls lädt dte Vereinsführung jedes Jahr zur Weihnachtsfeier ein, zu der wir auch Spieler und Funktionäre aus der Vergangenheit begrüßen dürfen.

Nach einigen Jahren in denen sportlich meist ein Platz im Tabellenmittelfeld erreicht wurde und einigen Vereinsinternen Problemen startet der HSV-Wien in der Saison 2010/2011 einen Neubeginn. Der Verein trennt sich von Spielern die sowohl disziplinär als auch sportlich nicht in das Mannschaftsgefüge passen und geht hochmotiviert in die Jubiläumssaison 2010/2011.


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